Abszess beim Hund… ein Praxisfall
Das Problem
Einer unserer Sommernotfälle.... ein Abszess bei Hündin Rosa, entweder verursacht durch eine kleine unbemerkte Verletzung oder einen entzündeten Insektenstich.
Wir hatten es mit einer etwa 10cm großen Beule zu tun, die wir zuerst nicht deuten konnten, zumal Rosas Hormonhaushalt nach der Geburt ihrer Welpen wirklich alles mögliche in Gang brachte. An Tag 2 leichtes Fieber (38,4°) und die Beule öffnet sich an einer stecknadelgroßen Stelle... recht dünnflüssiges Eiter und etwas Blut suppen schon recht zügig heraus.
→ Beule...

→ stecknadelkopfgross...

Erste Hilfe und einige weitere gute Ideen
Nach dem ersten Schreck dann Verstand einschalten und statt Notruf Tierarzt für's erste Eigenverantwortung, dafür soll ja die Ausbiildung gut sein.
Im Stall bei den Pferden gab es noch ein Tütchen Rivanol, das sie dort bei Problemen mit den Hufen nutzen und desinfiziert. Wir haben die Lösung angesetzt und damit getränkte sterile Kompressen aufgelegt. Wichtig: nicht drücken oder quetschen... wir haben alles in Ruhe gelassen.
Für Tag 1 war das der Plan... Kompressen, schauen, was das Fieber macht und ruhig bleiben. Spaziergang war gestrichen, aber Rosa war eh zu kaputt dazu. Aus der stecknadelgroßen Stelle, war eine ca. 6x6cm große, schon recht tiefe Wunde geworden, die aber sauber aussah, nur ab und an nachblutete. Das Fieber versuchen wir zusätzlich (draussen Sommer mit über 30Grad) mit einer Kühlmatte unter dem Schlafplatz von Rosa zu senken.
→ doch größer als erwartet....

An Tag Tag 2 gleiches Bild, das Fieber geht runter, Rosa pflegt die Wunde, es bleibt bei "Innendienst" und wir ergänzen die Kompressen durch Zinkspray für die Zeit, in der keine Kompresse auf der Wunde liegt. Zusätzliche Unterstützung: das Wundheilungsprogramm per Bioresonanz. Rosa bekommt täglich ihre Portion Unterstützung.
→ Die Wunde ist noch immer feucht und es treten Reste an Wundflüssigkeit aus...

Ab Tag 3 geht es stetig jeden Tag etwas besser. Es bleibt bei den Kompressen, Zinkspray, Bioresonanzanwendung und weil die Wunde langsam trockener wird, holen wir die ätherischen Öle ins Boot... allerdings nur für leichte Massagen im Bereich der Beule, weil nicht ganz klar ist, was noch alles nach draussen muss/will. Die Öle sollen die Entzündung mildern und die Wundheilung befördern. Man muss dazu sagen, dass Roa "öleerfahren" ist. Einem Hund in dieser Situation zum ersten Mal mit ätherischen Ölen zu konfrontieren, macht wenig Sinn. Rosa genießt die sanfte Massage, kann entspannen und leckt die Öle auch nicht ab.
(Mehr zum Einsatz ätherischer Öle beim Hund an anderer Stelle. Ohne Vorkenntnisse bringt ihr ggf.euer Tier in Gefahr.)
(Wir haben Copaiba, Weihrauch und Lavendel mit je 1 Tropfen auf 10ml Trägeröl verdünnt verwendet.)
Nach 3 Wochen hat sich die Wunde bereits mehrfach komplett geschlossen, zweimal trat aus kleinen Stellen noch etwas Flüssigkeit aus, aber dem Hund ging es insgesamt gut. Ab dem 3. Tag gab es wieder Spaziergänge, allerdings nu auf Wegen, weil überall das Gras hoch stand und wir vermeiden wollten, dass etwas in die Wunde kommt. Das erste Mal wieder in einen Teich springen durfte sie erst ab Woche 4, als alles definitiv geschlossen war.
Übrig war da allerdings immer noch eine leiche Schwellung, von der wir uns nicht sicher waren, ob noch etwas nachkommen würde. Im Raum stand Silicea oder als Alternativem hätten wir es da gehabt, Galbanum als ätherisches Öl. Unsere Hausapotheke hatte Lavendel, Weihrauch, Copaiba und Vetiver als Vorrat (Immortelle und Patchouli wären auch eine nette Idee gewesen, aber eben nicht da)...die Mischung aus diesen Ölen hat innerhalb 1 Woche die Schwellung verschwinden lassen.
→ Doch noch eine deutliche Schwellung...

Eine ganz fein tastbare Vernarbung ist jetzt, 4 Wochen später, das einzge Überbleibsel. Wir massieren jeden Tag in einem ruhigen Moment den Bereich um diese Vernarbung ganz leicht mit den Fingespitzen und haben nun einfach noch etwas Geduld. Vermutlich wird sich alles in Ruhe zurückbilden.
→ Die Schwellung verschwindet und es bleibt eine kleine Wulst (Narbe), die wir mit Geduld und den Ölen sehr wahrscheinlich gut behandelt bekommen...

Warum wir das so genau beschreiben...
Wir glauben, dass es wichtig ist, sich selbst helfen zu können. Es braucht dazu ein wenig Erfahrung, ggf. ein Netzwerk an Menschen, die wie bei uns das Rivanol sofort parat hatten (ab sofort liegt es auch bei uns) und einen wachen Blick. Wäre das Fieber nicht gesunken oder hätte sich die Wunde entzündet, wäre selbstverständlich der Weg zum TA die nächste sinnvolle Reaktion gewesen. Und... ob sich alles ohne die Unterstützung per Bioresonanz so schnell gut entwickelt hätte, weiß ich nicht. Ebenso ist die Wirkung der ätherischen Öle eine unterstützende. Dass alles bedeuend länger gedauert hätte, ist anzunehmen. Insofern sind wir glücklich, diese Möglichkeiten nutzen zu können und jede Erfahrung hilft uns weiter bei einem nächsten Problem.
Das haben wir genutzt:
Rivanol, Zinksalbe, Kühlmatte, Fieberthermometer, Lavendel, Weihrauch, Copaiba und Vetiver und Bioresonanz.









